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En esta página se ofrecen testimonios de gran valor histórico. Es una recopilación de artículos publicados en la prensa internacional entre los años 1975 (fecha de fallecimiento del fundador del Opus Dei) y 1990, muy cerca ya de su beatificación por Juan Pablo II. Enlaces Romana (Boletín de la Prelatura del Opus Dei) Obras de San Josemaría Escrivá Josemaría Escrivá de Balaguer - Fundador del Opus Dei Iniciativas sociales promovidas por personas del Opus Dei Documentos, artículos y testimonios sobre el Opus Dei y su fundador |
Franz Kónig, Arzobispo de Viena, Presidente del Secretariado para los no creyentes, Presidente de la Conferencia Episcopal Austríaca, en Corriere della Sera (Milán), 9.11.75, en Salzburger Nachrichten (Salzburg), 22.6.85, y en L'Osservatore Romano (Roma), 23.6.85.
Texto
Natürlich ist diese Auffassung von der Kirche als des in der. Welt gegenwärtigen, erlösenden Christus nicht neu. Und doch war etwas Neues an der Art und Weise, wie Msgr. Escrivá de Balaguer sie verstand. Er ging ihr ganz auf den Grund und zog aus ihr unermüdlich sämtliche Konsequenzen. Obwohl er sich zum Beispiel in ungeheuchelter und einfacher Demut für einen Sünder hielt, war er sich zugleich dessen bewußt, daß er als Priester in persona Christi handelte. Und hier lag der Grund für sein ausgeprägtes Verantwortungsbewußtsein: unter den Menschen personifizierte er auf geheimnisvolle Weise Christus. Wir sind. Christus, der vorübergeht, sagte er einprägsam; wir sind Kirche. Das Streben nach der Vereinigung mit Christus und folglich mit seinem Mystischen Leib nimmt eine zentrale Stellung in der Verkündigung von Msgr. Escrivá de Balaguer ein. Er wollte jedem Christen, ja jedem Menschen -zutiefst begreiflich machen, daß jeder einzelne dazu berufen ist, Glied der Kirche zu werden, daß alle dazu eingeladen sind, dem Leib Christi anzugehören, um in ihm eine ekklesiale Aufgabe zu erfüllen. Es handelt sich hiebei um ein Prinzip von außergewöhnlicher. Tragweite, das drei scheinbare Antagonismen radikal löst, die in der pastoralen Praxis nicht immer bewältigt wurden: Der Gegensatz zwischen Kommunitarismus und Individualismus, zwisehen der spezifischen Sendung des Priesters und der des Laien, zwischen Vertikalismus und Horizontalismus. Oder, positiv formuliert, das Ineinander von Gemeinde und Person, das Zusammenwirken von Amtspriestertum und allgemeinem Priestertum, die Verbindung der göttlichen und der menschlichen Dimension, des evangelisierenden und des heiligenden Wirkens der Kirche. Kirche sein durch Christus „Christsein bedeutet, aus Gott wiedergeboren sein und zu den Menschen gesandt sein, um ihnen das Heil zu verkünden." Zuerst, die Taufe, die zum neuen Leben gebiert ,-die vergöttlicht, die christusförmig macht: sie ist Werk Christi durch die Kirche. Dann -aber gleichzeitig der Auf-,. trag, Verkünder der frohen Botschaft für die Menschen zu sein: Kirche zu sein durch Christus. Aber dieser Perspektive ist es unverständlich, einen Gegensatz zwischen Gemeinde und Person zu konstruieren - zu fragen, ob die Gemeinde den Gläubigen konstituiert oder umgekehrt -, da Christus sakramental in der Gemeinde und im einzelnen wirkt: er vereinigt sich mit jedem Getauften und macht sie alle solidarisch, indem er sie sei nem Mystischen Leib eingliedert. Der Christ kann niemals ein Einzelwesen sein - ein alleinstehender Vers, sagte der Gründer des Werkes -, denn die kirchliche Gemeinschaft ist, in ihm gegenwärtig, selbst wenn er sich physisch auf einen anderen Planeten begibt. Kirchliche Laienaufgabe Was den Fragenkomplex des M' "d gwerdens des Laien, betnffti so allgemein bekannt, wie dieses biswei len fälschlich als bloße Zulassung der Laien zu gewissen Kulthandlungen, als eine Art Vorrücken in priesterliehe Positionen, 'verstanden worden ist. Aus dem soeben angeführten Text ersieht man, wie Msgr. Escrivá de Balaguer die spezifische, positive Bedeutung der Berufung des Laien, des Christseins, begriffen hat. Priester und Laien erfüllen wesentlich verschiedene ekklesiale Aufgabe, die weder verwechselt noch als gegensätzlich aufgefaßt werden dürfen. Das dritte angeschnittene Problem sind die Wechselbeziehungen der vertikalen und der horizontalen Dimension in der Kirche: ihr Verpflichtetsein Gott und den Menschen gegenüber. Einige wollten diese Beziehungen irrigerweise als parallele Linien verstehen; andere hingegen richtig als Linien, die sich schneiden und so das Kreuz Christi darstellen - das Symbol schlechthin für die Sühne und die Erlösung von der Sünde. Dies war auch die Auffassung von Msgt. Escrivá de Balaguer. Die noch kurze Geschichte der auf den Abschluß der Konzilsarbeiten folgenden Jahre hat mit ihren Wechselfällen bei der Durchführung seiner Dekrete und nach den bisher gesammelten Erfahrungen den Weitblick des Geistes von Msgr. Escrivá de Balaguer bestätigt. Er hat das II. Vatikanum ganz ernst genommen und genau zwischen dem Antrieb des Heiligen Geistes und denVersuchen einer rein menschlichen Interpretation des Konzils unterschieden. Er ist zum Vorbild dafür geworden, wie das in den Konzilsdokumenten entworfene echte Bild der Kirche verwirklicht werden kann. Bild der Kirche Wegen der Gründung des Opus Dei allein - das den Menschen die Wege der Heiligkeit im Umkreis ihrer täglichen Aufgaben erschlossen hat - sind wir Msgr. Escrivá de Balaguer zu besonderem Dank verpflichtet. Ich bin davon überzeugt, daß man im Laufe der Zeit in ihm nicht nur den Gründer sehen, sondern einen Mann erkennen wird, dessen Leben auch ganz die Maße des Bildes der Kirche widerspiegelt: Einen auserwählten Menschen, der - durch das Opfer seines Lebens und die Universalität seiner Lehre - zu einem Vorbild für uns alle geworden ist, ein Zeichen der ewigen Jugend der Kirche. 36 Opus Dei: opiniones de protagonistas |