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En esta página se ofrecen testimonios de gran valor histórico. Es una recopilación de artículos publicados en la prensa internacional entre los años 1975 (fecha de fallecimiento del fundador del Opus Dei) y 1990, muy cerca ya de su beatificación por Juan Pablo II. Enlaces Romana (Boletín de la Prelatura del Opus Dei) Obras de San Josemaría Escrivá Josemaría Escrivá de Balaguer - Fundador del Opus Dei Iniciativas sociales promovidas por personas del Opus Dei Documentos, artículos y testimonios sobre el Opus Dei y su fundador |
Reinhard Lettmann, Obispo de Münster, en Münchner Merkur (Munich), 20.8.85.
Texto
indjner 11crkur Münchner Zeitung München 20. August 1985 Ein Exklusiv-Beitrag des Bischofs von Münster, Reinhard Lettmann: So werden Familienkonflikte überwunden Der Gründer von Opus Dei, Josemaria Escrivá de Balaguer, als gesuchter Ratgeber Josemaria Escrivá de Balaguer wird nicht müde, in seiner Verkündigung zu betonten, daß das alltägliche Leben der wahre Ort christlicher Existenz ist. Gott ruft uns, ihm in den alltäglichen Situationen Und Aufgaben unseres Lebens zu dienen. Von dieser Grundüberzeugung her bekommt auch das Leben der christlichen Familie eine besondere Bedeutung im Denken und in der Verkündigung des Gründers des Opus Dei. Es ist unmöglich, die Fülle seiner Gedanken zum Thema Familie auch nur kurz anzusprechen. J. Escrivá war ein gern gesuchter Ratgeber in vielen Fragen des Lebens. Ich möchte ihn in diesem Artikel selbst zu Wort kommen lassen als Ratgeber in einigen Fragen, die unsere christlichen Familien heute besonders berühren. rn einem Gebet im „Gotteslob" heißt es: „Gott, wir danken dir für alle Menschen, die durch das Zeugnis ihres Glaubens unseren Glauben begründet. haben und stärken." Bei diesem Gebet werden viele von uns an die eigenen Eltern denken, die durch das Zeugnis ihres Glaubens unseren Glauben begründet und gestärkt haben. In einer Predigt zum Weihnachtsfest 1970 sagt Msgr. Escrivá: „Müßte ich den Eltern einen Rat geben, würde ich ihnen vor allem dies sagen: Laßt Eure Kinder sehen - sie sehen es ohnehin von klein auf und bilden sich ihr Urteil darüber, madht euch da keine Illusionen -, daß Ihr euch bemüht, im Einklang mit eurem Glauben zu leben; daß Gott nicht nur auf euren Lippen, sondern auch in euren Werken ist, daß Ihr euch bemüht, aufrichtig und loyal zu sein, daß Ihr euch und sie wirklich gern habt." Reinhard Lettmann Foto: kna unterschiedliche Ansichten. Msgr. Escrivá rät, in solchen Fällen ein weites Herz zu haben, langen Mut und heitere Gelassenheit. „Es ist selbstverständlich und durchaus natürlich, daß Jugendliche und Erwachsene die Dinge auf verschiedene Weise sehen; das ist immer so gewesen. Überraschend wäre es, wenn ein Heranwachsender genauso denken würde wie ein erwachsener Mensch. Wir alle haben gegen die Erwachsenen aufbegehrt, als wir begannen, unabhängig zu denken." Auf die Frage, wie Konflikte in der Familie zu überwinden sind, antwortet er: „Hier gibt es nur eine einzige Antwort: miteinander auskommen, einander verstehen, einander verzeihen. Die Tatsache, daß irgend jemand anders denkt als ich, gibt mir keineswegs das Recht, ihm gegenüber eine feindselige oder auch nur eine kalte und gleichgültige Haltung einzunehmen; und das schon gar nicht, wenn es sich um Dinge handelt, über die man sehr wohl verschiedener Meinung sein kann." Von besonderem Belang wer d en unterschiedliche Meinungen, wenn sie wichtige Fragen des Le heitere Gelassenheit bens oder gar Lebensentschei dungen betreffen. -Solche ;Entscheidungen, die die Ausrichtung des Lebens bestimnlen,,(müsSen~, in letzter Instanz von jedem in völliger Freiheit, ohne Zwang oder Druck irgend welcher Art gefällt werden (S. 151). Das be- eigenwillig sind, sehnen siéh die deutet nicht, daß man nicht gera- Kinder im Grunde immer nach de auch in solchen entscheiden- einem offenen; brüderlichen Ver den Fragen Rat suchen und an- hältnis zu ihren Eltern: Der nehmen soll. „Die Eltern können Schlüssel dazu liegt im gegenseiund sollten ihren Kindern hier tigen Vertrauen." eine wertvolle Hilfe leisten. Sie Es fällt den Eltern nicht immer können ihnen neue Perspektiven leicht, Verständnis für ihre Kinauftun, ihnen ihre Erfahrungen der zu haben. Msgr. Escrivá hält mitteilen, sie zur Besinnung an- es für wichtig, daß die Eltern verhalten und ihnen eine sachliche suchen, „sich ein jugendliches Beurteilung der Dinge vor Augen Herz zu bewahren; dann' wird es halten, damit sie sich nicht von ihnen leichter fallen, die echten einer Augenblicksstimmung fort- Anliegen aber auch die Extrava reißen lassen." ganzen der jungen Leute mit Msgr. Escrivá hat eine große Sympathie aufzunehmen. Das Achtung vor . der Freiheit des Leben ändert sich, und es gibt Menschen. Deshalb fügt er hinzu: viel Neues, das uns vielleicht ,Ein solcher Rat hebt die person- nicht zusagt. Möglicherweise ist liehe Freiheit nicht auf; er stellt : es auch gar nicht besser als das lediglich Urteilshilfen bereit, die Althergebrachte. Aber das heißt das Feld der Wahlmöglichkeiten nicht, daß es schlecht ist; es hanerweitern und die Wirkung irra- delt sich einfach um den Austionaler Faktoren bei der Ent- druck eines anderen Lebensstils scheidung vermindern." und besitzt keine weiterreichen de Bedeutung." Nicht nur den Eltern hat Msgr. Escrivá etwas zu sagen. Er spricht auch die Kinder und Jugendlichen an und weist sie darauf hin, daß auch sie einen Beitrag für das Miteinander in der Familie leisten müssen. Dabei spürt man, wie sehr er der Jugend Vertrauen schenkt. ..nicht alles hängt von den Eltern ab. Auch die Kinder haben das ihre beizutragen. Die Jugend ist immer fähig gewesen, sich für hohe Ideale, für alles Große und echte zu begeistern. Man sollte ihr helfen, die schlichte, unter alltäglicher Selbstverständlichkeit verborgene Größe im Leben ihrer Eltern entdecken.zu lernen, und ihr - ohne lästig zu fallen - die Augen dafür öffnen, daß das Wohl der Familie ihren Eltern nicht selten heroische Hingabe und Selbstverleugnung abverlangt." Diese Aussagen des Gründers des Opus Dei über das Miteinantietsih nei" Familie, insbesondere über das Miteinander von Eltern und..Kiñçjern, enthalten manche konkreten Hinweise, wie man den Alltag in der Familie christlich leben kann. Das Gespräch darf nicht abreißen Nicht selten ist.das geggnseitige Verständnis in der Familie ersehwert. Eltern und Jugendliche haben in nicht wenigen Punkten Solange das Gespräch in der Familie nicht abreißt, ist noch eine Grundform des Miteinanders vorhanden. Das Einander-naheBleiben in der Familie kann auch dann noch gelten, wenn man räumlich getrennt lebt. Man kann , einander nahebleiben in der Anteilnahme aneinander, in der Sorge füreinander und vor allem im Gebet. Bisweilen hat das Einander-nahe-Bleiben auch die Form des Aufeinander-Wartens, so wie es beim Vater im Evangelium vom verlorenen Sohn war, der auf dessen Rückkehr wartet und ihn nach langer Abwesenheit und Irrfahrt wieder in seine Nähe aufnimmt. Josemaria Escrivá rät den Eltern, „sich die Freundschaft ihrer Kinder zu gewinnen. Die für die Erziehung notwendige elterliche Autorität ist durchaus vereinbar mit einer echten Freundschaft, qie, verlangt, daß man sich 'auch mit dëü'Kindern auf eine Ebene zu stellen vermag. Auch wenn sie scheinbar noch so rebellisch und i50 Opus Dei: opiniones de protagonistas |